Café Hawelka: Eine Wiener Institution

Eines der wichtigsten und bekanntesten Kaffeehäuser Wiens ist das Café Hawelka in der Dorotheergasse im ersten Bezirk.

Die Geschichte und die Atmosphäre in diesem Traditionscafé sind so greifbar, dass man die längst verstorbenen Künstler, Dichter und Philosophen, die hier im letzten Jahrhundert das Leben samt all seiner Widrigkeiten diskutiert oder besungen haben, noch regelrecht an den Tischen sitzen sehen kann. Zu den Stammgästen gehörten unter anderem Friedensreich Hundertwasser und Helmut Qualtinger. Auch Andy Warhol besuchte seinerzeit das über die Grenzen hinaus bekannte Kaffeehaus.

Die dunkelbraunen Wände, von denen die Farbe abblättert und die bereits die weiße Grundierung hervorblitzen lassen, geben dem Raum eine drückende, düstere Atmosphäre. Die heruntergekommene Einrichtung (abgenutzte Fauteuils und abgegriffene Marmortische) versprüht einen urigen Altwiener-Charme. Neben den unglaublich vielen Touristen zählen auch alteingesessene Wiener und Künstler zu den Stammgästen des Cafés.

Eine Karte gibt es im Hawelka nicht, insgesamt stehen vier Kaffeesorten zur Auswahl: Wiener Melange, ein kleiner und großer Brauner und ein Einspänner (Kleiner Mokka mit viel Schlagobers).

Meine Melange war gut und stark, die Sachertorte recht solide, konnte aber meine Erwartungen an eine richtig gute Sacher leider nicht erfüllen. Tradition und ein bekannter Name sind eben nicht alles.

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Foto: Sachertorte mit Melange

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